Sonstiges: Freeletics – Ich versuchs mal.

Das schöne am eigenen Blog ist, man kann schreiben was man möchte. Zum Beispiel auch über eine App, die nichts mit Business zu tun hat. Für einmal ist es auch nichts lustiges, nichts was einem das Leben einfacher macht oder hilft, seinen Feierabend gemütlich ausklingen zu lassen. Im Gegenteil: Es ist das härteste Fitnesstraining das ich jemals kennengelernt habe.


Hinweis: Dieser Blogeintrag wurde am 4. Juni 2013 verfasst. Seit dieser Zeit hat sich Freeletics verändert. Viele Probleme mit der App bestehen so nicht mehr und auch die Programme wurden entschärft (zumindest wurde zu Beginn ein “Leistungstest” eingeführt). Ich habe nun (März 2014) wieder mit Freeletics begonnen. Meine Erfahrungen halte ich jeden Montag in einem neuen Blogeintrag fest:

zum Blogeintrag: Freeletics der zweite Versuch » 

Freeletics, meine Damen und Herren, ist knallhart und verspricht ein Sixpack in 15 Wochen. Und ich schwöre hiermit jedem: «Wenn du den Trainings-Plan genau so durchziehst, wie es dir das App sagt, dann hast du in 15 Wochen ein Sixpack!»

Nur… du wirst diese Vorgaben nicht durchziehen. Auf keinen Fall (ausser du bist schon Spitzensportler oder Bodybuilder). Nach meinem ersten Workout konnte ich ab dem zweiten Folgetag eigentlich kaum mehr laufen, von der Möglichkeit die Haare zu waschen und mit dem Velo zur Arbeit zu fahren kann zudem nicht die Rede sein. Erst nach vier vollen Tagen Erholung war mein Körper wieder fähig, an ein Training zu denken. Eigentlich stehen aber in «Woche 1» bereits fünf Trainingseinheiten auf dem Plan. Erst als ich den Trainingsplan (ein PDF) für 29 Euro auf der Website kaufte, erfuhr ich, dass es sehr schwierig sein könnte, den Plan schon in der ersten Woche durchzuziehen und dass es je nach körperlicher Verfassung auch ein Weilchen dauern könnte. Zudem weiss ich jetzt, dass Aufgeben keine Option ist und ich einem Ehrenkodex unterliege, den Trainingsplan (ein PDF), niemandem weiterzugeben.

Auch wenn ich nicht glaube, dass das Geschäftsmodell so funktionieren kann (verlangt doch einfach Geld für die App und integriert den Plan), ist das System und die App wirklich Spitzenklasse. Ich merke bereits, dass mein Körper positiv reagiert und ich bei den Übungen Fortschritte mache. Insbesondere ist es aber so, dass mein Hirn reagiert: Das komplette System ist auf Wettbewerb und Vergleich aufgebaut. Da ich bereits drei meiner Freunde folge, und die Resultate jedes ihrer Trainings mitverfolgen und mich dabei vergleichen kann, ist es schon sehr motivierend. Es gibt dem Ganzen eine Art «Team Spirit», der einem noch den letzten Kick gibt, die Trainingseinheit doch heute zu machen und nicht auf irgendwann zu verschieben. 

Mein Projekt «SIXPACK COMEBACK 2013» (es gab auch schon mal die Versionen 2009, 2010, 2011 und 2012) ist also in vollem Gange. Schaut euch das App doch einmal an und entscheidet selbst, ob ihr euch das antun möchtet oder nicht. Falls ja, vergesst das Aufwärmen nicht und seht den Muskelkater als positive Sache. (Artikel über Muskelkater in der Zeit Online).

www.freeletics.com

Updates

Ich werde euch hier ab und zu über meine Fortschritte updaten, wenn ihr mir folgen möchtet, sucht einfach im App nach Vor- und Nachnamen.

Update Nr. 1

Seit drei Wochen bin ich nun dabei und kurz gesagt: Es ist hart, sehr hart… aber es macht Spass und ich merke, dass dieses Programm wirklich was bewegen kann. Nachdem ich die erste Woche «Cardio&Strenght» überraschenderweise ohne grössere Probleme durchziehen konnte (liegt wahrscheinlich an der Anfangseuphorie), musste ich die zweite Woche bereits wiederholen, da ich die geforderten 80% der Übungen nicht bis Sonntag-Abend absolvieren konnte. Schuld war ein Fussball-Grümpelturnier und der darauf folgende Schmerz in den Adduktoren, der das Training verunmöglichte (Ja, ich weiss… billige Ausrede). In der Folgewoche klappte es wieder und ich starte nun in Woche 3, die nur vier Einheiten hat.

Aktuelle Tipps:

1. Der Akku eures iPhones sollte bei den Übungen immer ausreichend geladen sein, da die Zeit stoppt wenn die Meldung «nur noch 20% Akku» eingeblendet wird. Dies ist ärgerlich, weil es euch die wichtigen Zeitmessungen verfälscht.

2. Schliesst euch mit so vielen Freunden wie möglich zusammen (Followers). Denn es ist nichts motivierender, als wenn einer wieder eine Einheit absolviert hat und ihr die Meldung bekommt. Auch ein begleitender WhatsApp-Chat ist zum Austausch von Nettigkeiten sehr gut geeignet.

Update Nr. 2

Yes! Auch die vierte Woche ist überstanden. Und seit dem Update der App sind nun auch diverse Kinderkrankheiten behoben. Auch die neuen Übungen versprechen lustige, schweisstreibende Stunden. Bei der einen oder anderen muss man sich aber ernsthaft fragen, ob sowas noch gesund ist… Nach insgesamt nun fünf Wochen Freeletics, kann ich äusserlich noch gar nichts feststellen. Und da ich seit Beginn des Programms erst einmal joggen war und täglich einen Mords-Appetit habe, habe ich sogar ganze drei Kilo zugenommen. Ich merke jedoch, dass ich definitiv fitter bin als zuvor. Die Motivation ist nach wie vor hoch und die Übungen gehen vom Mal zu Mal besser. Bald ist ein Drittel durch…

Aktuelle Tipps:

1. Teilt euch die Übungen in einzelne Häppchen auf. Z.B. bei der Übung «Aphrodite»: wenn ihr 50/40/30/20/10 Burpees machen müsst, nehmt euch vor, immer die Hälfte in einem Anlauf durchzuziehen, also 25/25, 20/20 usw. Es hilft der Lunge und insbesondere auch dem Kopf.

2. Achtet auch auf die Ernährung. Denn wenn ihr euch diese Qualen schon antut, dann soll am Ende auch was raus schauen. In meinem Fall: Minus 5-7 Kilo und eine sichtbare Reduktion des Bauchumfangs.

Update Nr. 3

So! Nun sind sechs Wochen durch und das einzige was ich nach all den Strapazen äusserlich feststellen kann ist: Meine T-Shirts spannen ein wenig an den Oberarmen. Super! Mein Bauchumfang hat sich jedoch nicht um einen Millimeter verändert. Und in den letzten drei Wochen habe ich doch sehr aufs Essen geachtet und fast ganz auf Kohlenhydrate verzichtet. Ich werde nun vor der sogenannten «Hell Week», also der siebten Woche, eine Hometrainer- und Jogging-Woche einschieben und nur ein bis zwei Mal Freeletics machen. Ich hoffe dadurch zwei, drei Kilo zu verlieren und damit mit mehr Motivation in die «Hell Week» einsteigen zu können.

Aktuelle Tipps:

1. Auch Freeletics ist kein Wunderheilmittel für über Jahre aufgebautes Bauchfett. Es führt neben konsequentem Kalorienzählen wohl auch kein Weg an Ausdauersportarten vorbei. Und wenn ihr die parallel zu Freeletics nicht auch macht, könnt ihr noch 100 Wochen rumhampeln, der «Ranzen» bleibt.

2. Ladet euch eine App runter, wo ihr die Kalorien, welche ihr täglich zu euch nehmt, notieren könnt. ShapeUp zum Beispiel ist dafür gut geeignet. Ihr könnt dort viele Produkte (Migros/Coop) auch direkt per QR-Code scannen. Es ist teilweise heftig zu erfahren, wieviel Kalorien gewisse Lebensmittel tatsächlich haben. Notiert euch nur zwei Wochen was ihr esst – das reicht um euer komplettes Essverhalten zu ändern.

Update Nr. 4

Aus der einen Jogging- und Hometrainerwoche sind drei geworden. Aber trotz einem Polterabend und einer Hochzeit dazwischen, habe ich mein Ziel erreicht und drei Kilo abgenommen. Die erste Hell Week war hart, und die drei Wochen Freeletics-Pause haben sich massiv auf die Trainingszeiten ausgewirkt. Für viele Übungen brauchte ich nun wieder 20 bis 25 Prozent länger… so schnell gehts. Ich fühle mich jedoch sehr fit, und mache wieder Woche für Woche Fortschritte. Doch nach wie vor verändert sich kaum was rund um die Bauchgegend. Es ist zum…

Aktuelle Tipps:

1. Wer über Jahre gesündigt hat, muss dafür auch lange büssen. Ohne die Kombi Freeletics, Joggen, Hometrainer und genau aufs Essen achten geht nichts bei mir. Mein Tipp: Lasst es nie so weit kommen… und wenn dieser Tipp schon zu spät kommt: Habt viel Geduld.

2. Hört euch Erfolgsgeschichten eurer Followers an. Einer der meinen ist nun bald durch mit den 15 Wochen und er sieht tatsächlich aus wie vor 10 Jahren. Er hat es durchgezogen und wurde belohnt.

Comments (9)

  1. Guten Tag

    Ich bin nun in der 3 Woche Freeletics (Cardio Guide). Ich habe zuvor jahrelang gar keinen Sport mehr gemacht und beim ersten Training (Dione) gedacht ich schaffs nicht. Ich habs geschafft in 80 Minuten (überall immer die leichte Variante). Ich bin sehr begeistert davon, da ich mich wirklich bei jedem Training verbessere und nie für möglich gehalten hätte, dass ich das kann. Ich bin gespannt wo ich in 15 Wochen stehe.

    Grüsse

    Sara

  2. Hallo Sara
    Nach ersten Erfahrungen wird es wohl nicht möglich sein, die 15 Wochen in 15 Wochen zu absolvieren… aber ja, auch ich bin sehr gespannt wies kommt! Viel Erfolg, Remo

    • hallo Remo
      ich habe am Montag angefangen mit Freeletics.
      d.h. Montag bis Sonntag das Workout Aphrodite, in der zweiten Woche das Workout MAX, Woche 3 Dione und Zeus, Woche 4 Metis und Woche 5 Hell Week… habe ich das richtig verstanden, dass jeweils”nur” einen Workout mache eine Woche lang?…oder muss ich die MAX zusätzlich zu den anderen Workouts betreiben?…wie geht es dann ab Woche 6 weiter? beginnt man wieder von vorne? Danke für ein kurzes Feedback..liebe Grüsse Giovi

      • Hallo Giovi
        Da hast du gründlich was missverstanden 😉 Hast du ehrlich sieben Mal hintereinander Aphrodite gemacht? Krass!! Nein: Du solltest dir auf freeletics.com einen Plan kaufen. Zuerst werden dann deine Leistungen getestet (mit MAX-Übungen). Danach erhältst du deinen Plan für die nächsten Wochen (auf deine Leistung zugeschnitten). Danach weisst du immer, welche Übungen du innerhalb einer Woche erledigen musst… Grüsse, Remo

  3. zu update nr 2: die 3 kilo sind höchstwahrscheinlich muskelmasse. abnehmen wirst du auch mit freeletics nur wenn du ein kaloriendefizit (weniger essen) einhälst.

  4. Hallo Remo

    Ich bin jetzt in der 10 Woche, einige Wochen habe ich wiederholt, aber nicht weil ich es wegen mangelnder Kraft oder Ausdauer oder Willen nicht geschafft habe, sondern weil ich unter starker Migräne leide.
    Aber du scheinst ja auch drangeblieben zu sein und das ist doch schonmal toll =)

  5. Das wichtigste ist dran zu bleiben, auch wenn es mal etwas schwierig wird. Das Workout ist auf jeden Fall anstrengend, aber es lohnt sich. Jeden Tag kann Ich die Veränderungen sehen. Ich habe mittlerweile auch ein ganz anderes Selbstvertrauen. Ich kann es nur empfehlen!:)

  6. Moin Leute,

    ich habe Freeletics jetzt abgeschlossen (Strengh Guide). Ich habe die 15 Wochen tatsächlich in 15 Wochen geschafft und sehe ausgezeichnete Resultate an mir. Mit 2 oder 3 Wochen Verzögerung habe ich mir auch den Ernährungsguide zugelegt, der zuegegebenermaßen, kaum eingehalten wurde. Der “Fraß” den man sich da zumuten soll, ist einfach nicht meins. Geschmacklos, trostlos. Wenn es schmeckt, dann eckelhaft.

    Hinzufügen muss ich allerdings, dass ich schon seit Jahren MMA Kämpfer bin und leidenschaftlich gerne koche 😉

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